Steinbruchbetrieb

Bei uns steht die Zuverlässigkeit an erster Stelle.

Die beiden Steinbrüche liegen im Landkreis Göttingen bei Osterode am Harz. Im Steinbruch in der Dorster Gemarkung wird ausschließlich Gips abgebaut. Der Uehrder Steinbruch dient hingegen hauptsächlich der Gewinnung von Dolomitgestein und einem kleinen Anteil Gips.
Die Steinbrüche werden bereits seit mehreren Jahrzehnten durch die Firma Rump & Salzmann betrieben und liegen etwa 1,5 km Luftlinie voneinander entfernt.

Der abgebaute Dolomit wird zu Straßen- und Wegebauschotter sowie zu Düngekalk für die Land- und Forstwirtschaft verarbeitet.
Die Stahlindustrie ist in ihrem Schmelzprozess auf Dolomit angewiesen und ein wichtiger Kunde.

Zur Gewinnung werden die Wände senkrecht gebohrt und abschnittsweise gesprengt. Das gesprengte Haufwerk wird mit einem Hydraulikhammer am Bagger vorzerkleinert und mit speziellen LKWs oder Dumpern zum Brecher transportiert. Im Rotor- bzw. Backenbrecher findet die Endzerkleinerung statt und mit Hilfe von unterschiedlichen Sieben werden die verschiedenen Körnungen klassiert.
Mit Hilfe einer Waschanlage können wir speziellen Schotter wie Frostschutz- (B2) oder Schottertragschicht (B1) herstellen.

Verwendungszwecke der Rohstoffe

Für die verschiedenen Anforderungen im Tiefbau, speziell im Straßen- und Wegebau, werden unterschiedliche Körnungen angeboten. Vom groben Unterbau, über Drainagekies, bis hin zu Frostschutz-, Schottertragschicht und verschiedenen Splitten sind bei uns viele Produkte zu finden. Wasserbausteine für die Befestigung von Bachläufen und Trockenmauersteine für die Gartengestaltung runden die Produktpalette ab.

Der Düngekalk zeichnet sich durch hohe Kalzium- und Magnesiumgehalte aus. Er wirkt der Bodenversauerung entgegen und wird in großen Mengen auch zur Waldkalkung eingesetzt. So wird der Boden gesund erhalten und kann seinen Aufgaben als Lebensraum, Nährstoff- aber auch CO2-Speicher vollumfänglich nachkommen.

Allgemeine Einsatzgebiete der Rohstoffe

Dolomit:

Gips:

Geologie im Zechstein

Vor etwa 250 Millionen Jahren befand sich diese Region etwa auf der Höhe des heutigen Ägypten. Das Land war überflutet von einem Binnenmeer, dessen Zufluss vom Ozean in regelmäßigen Abständen durch Verschiebungen in der Erdkruste unterbrochen wurde. Durch die hohen Temperaturen verdunstete das Wasser und die darin enthaltenen Mineralien fielen aus und sanken zum Meeresboden. Dieser Vorgang wiederholte sich mehrfach. Wegen der unterschiedlichen Löslichkeit der Mineralien im Wasser wurde zuerst Kalziumkarbonat und klar abgegrenzt davon danach Gips ausgefällt.

Diese klare Abgrenzung ist besonders gut an der nördlichen Wand in Uehrde zu sehen. Im unteren Teil lagert Dolomit (Kalzium-Magnesium-Karbonat) und darüber Gips (Kalziumsulfat).

Die Mineralien sanken zum Meeresboden und bildeten dort Ablagerungen, die später durch die Überlagerung mit anderen Gesteinsschichten verdichtet wurden. Im Zuge der Plattentektonik und des Aufsteigens des Harzes wurden die Schichten wieder an die Oberfläche gedrückt. Der leichte Anstieg der Schichten in Richtung Harz zeugt von diesem Prozess.

Herrichtungsflächen (Rekultivierung)

Die Herrichtung ist die Außerbetriebnahme von ausgesteinten Flächen im Tagebau. Hierbei werden unterschiedlichste Endzustände angestrebt. Von der Verfüllung, über eine Teilverfüllung bis zum offen lassen der Grundsohle gibt es viele Möglichkeiten. Durch diese verschiedenen Varianten werden diverse wertvolle Lebensräume geschaffen.

Die mit Abraum (die Erde, die zuvor das Gestein überlagerte) verfüllten Bereiche sind oft sehr nährstoffarm und rufen ein ganz eigenes Spektrum der Artenvielfalt hervor. Die Bereiche, in denen die Gesteinssohle offen liegen bleibt, verwittern über die Zeit und können so zu Magerrasenstandorten entwickelt werden, welche ökologisch sehr wertvoll sind. Wieder andere Bereiche werden mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt. Steilhänge und Abbruchkanten dienen dem Uhu und anderen Vogelarten als Niststätte. Auch Fledermäuse können sich hier in den Felsspalten niederlassen. In anderen Teilen werden Gewässer angelegt, die nur zeitweise Wasser führen und somit vielen Insektenlarven und Amphibien eine gute Entwicklungsmöglichkeit bieten, da sich keine Fische etablieren können. So entsteht in ehemaligen Abbaustätten eine ausgeprägte Biodiversität.

In wissenschaftlichen Untersuchungen konnte belegt werden, dass ein rekultivierter Steinbruch wegen der hohen Artenvielfalt für den Naturschutz besonders wertvoll ist. Gemeinsam mit unseren Planungsbüros, den Naturschutzverbänden und den Behörden setzen wir in der Region viele naturschutzrelevante Projekte um.